Institut für digitale Resilienz
Dialog fördern
Demokratie stärken
Zukunft gestalten
Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus schneller und grundlegender, als viele Redaktionen bislang wahrhaben wollen. Doch die entscheidende Frage lautet nicht, welche Tools eingesetzt werden, sondern wie Journalismus im KI-Zeitalter handlungsfähig und vertrauenswürdig bleibt. Das neue Whitepaper „KI-Resilienz im Journalismus“ von Leif Kramp und Stephan Weichert entwickelt dafür erstmals ein praxisnahes Framework. Es zeigt, wie Redaktionen KI strategisch, ethisch und organisatorisch einsetzen können, ohne zentrale journalistische Werte wie Transparenz, Verantwortung und digitale Souveränität zu gefährden.
Ob der ländliche Raum zukunftsfähig bleibt, entscheidet sich nicht nur an Glasfaser und Förderprogrammen – sondern in den Rathäusern. Denn Verwaltungen sind weit mehr als Zuständigkeiten und Aktenläufe: Sie können demokratische Motoren für soziale Innovation sein.
Mit dem Projekt „Innovative Verwaltung“ erforscht das VOCER-Institut für Digitale Resilienz, wie Verwaltungen im ländlichen Raum gestärkt werden können, um Wandel gemeinsam mit Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu gestalten. Im Fokus steht nicht Technik um der Technik willen, sondern eine zentrale Frage der KI-Resilienz: Wie bleibt Verwaltung unter Druck legitim, souverän und handlungsfähig – wenn Digitalisierung und Künstliche Intelligenz Entscheidungen, Prozesse und Verantwortlichkeiten verändern?
Dazu arbeiten wir mit unseren Verbundpartner:innen in den Landkreisen Herzogtum Lauenburg und Ludwigslust-Parchim mit Praxisformaten, Reallaboren und Reflexionsräumen. Ziel ist ein übertragbares Orientierungswissen: für eine kooperative, lernfähige und resiliente Verwaltung im ländlichen Raum.
Nach zwei Jahren intensiver Erprobung innovativer Dialogformate in ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins hat das VOCER-Institut für Digitale Resilienz im Herbst 2025 ein neues Beteiligungsformat gestartet: das „Dorf Dialog Dinner“ – eine kulinarische Gesprächsreihe, die Menschen an wechselnden Orten in Norddeutschland zusammenbringt.
Was ist Wahrheit im KI-Zeitalter – und wer entscheidet darüber? Vom 2. bis 8. November 2025 lädt die Hamburger Woche der Pressefreiheit dazu ein, über die Zukunft freier Medien zu sprechen. Eine Woche voller Talks, Ausstellungen und Workshops – über das, was unsere Demokratie im Innersten zusammenhält: vertrauenswürdige Information. Das VOCER-Institut für Digitale Resilienz ist am 5. November mit einem ganz besonderen Workshop dabei.
Die VOCER KI-RESILIENZ-AKADEMIE (KIRA 2025) sorgt für einen souveränen Umgang mit KI im Journalismus: Das kompakte Weiterbildungsprogramm für lotet die Herausforderungen und die Chancen von KI aus. Dabei stehen sowohl spezifische Herausforderungen von Redaktionen als auch von freien Journalist:innen im Mittelpunkt. Die KIRA 2025 wird durch eine Förderkooperation mit der Stiftung Pressehaus NRZ und der FAZIT STIFTUNG ermöglicht. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Medienlandschaft in einem nie gekannten Tempo. Wie können Journalist:innen und Medienhäuser darauf reagieren? Die DIGITALE INNOVATIONS- UND RESILIENZAKADEMIE von VOCER in Kooperation mit der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein beschäftigt sich mit neuen Anforderungen und Risiken für Lokaljournalist:innen im hohen Norden.
Konstruktive Ansätze für mehr Digitale Resilienz im Journalismus: „Die Lösung“ erscheint als monatlicher Tipp vom VOCER Institut für Digitale Resilienz im Magazin journalist.
NPJ.news ist unser Online-Portal zum Nonprofit-Journalismus im deutschsprachigen Raum und möchte die weitverbreitete Unsicherheit der Branche hinsichtlich gemeinnütziger Geschäftsmodelle im Journalismus adressieren. Als zentrale Anlaufstelle bietet es umfassende Informationen für Förder:innen, Förderinteressent:innen und Förderempfänger:innen.
Wir bauen Netzwerke für eine resiliente Demokratie!

„Wer Resilienz auf individuelle Medien- und Nachrichtenkompetenz reduziert, verkennt ihr eigentliches Potenzial: Spätestens mit Social Media und Künstlicher Intelligenz wird Digitale Resilienz zur strukturellen Herausforderung demokratischer Öffentlichkeit. Wir verstehen sie daher nicht als rhetorische Figur, sondern als konkrete Praxis.“
Das VOCER-Institut für Digitale Resilienz ist aus genau dieser Perspektive entstanden: Seit 2020 arbeitet es daran, wie sich demokratische Öffentlichkeit unter den Bedingungen von Plattformlogiken, algorithmischer Vorselektion und Künstlicher Intelligenz neu organisieren lässt – jenseits von kurzfristigen Kompetenzprogrammen oder rein technischen Lösungen. Im Zentrum einer demokratischen Öffentlichkeit stehen dabei drei Begriffe, die oft beschworen, im digitalen Raum aber selten zusammengedacht werden: Vertrauen, Orientierung und Verantwortlichkeiten.
Als unabhängiger Think & Do Tank verbindet das Institut Analyse und Umsetzung. Es entwickelt konkrete Dialogformate, erprobt soziale Innovation in der Praxis und bringt Akteur:innen aus Medien, Politik und Zivilgesellschaft in Arbeitszusammenhänge, die über klassische Fachdiskurse hinausgehen. Unser Ziel ist es, gemeinwohlorientierte Strukturen zu stärken, die auch unter Druck handlungsfähig bleiben – in Redaktionen, Institutionen und öffentlichen Debatten.
Die Arbeit reicht von dialogorientierten Formaten in ländlichen Räumen wie dem ‚Dorf Dialog Dinner‘, in dem Bürger:innen, Journalist:innen und lokale Akteure direkt ins Gespräch kommen, bis hin zu Trainings- und Beratungsangeboten für Medienhäuser und öffentliche Einrichtungen. In Formaten wie moderierten Bürgerdialogen, praxisnahen KI-Trainings für Redaktionen oder Weiterbildungen für Lehrkräfte wird digitale Resilienz nicht abstrakt vermittelt, sondern konkret erprobt. Der Anspruch ist dabei stets derselbe: nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Handlungssicherheit zu schaffen.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Journalismus. Redaktionen stehen heute unter doppeltem Druck – ökonomisch durch Plattformabhängigkeit und strukturell durch den Einsatz von KI. Das VOCER-Institut unterstützt sie dabei, unter diesen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben: durch Weiterbildung, strategische Beratung und die Entwicklung belastbarer Prozesse. Es geht nicht um Tools, sondern um den Journalismus als Instanz der demokratischen Öffentlichkeit.
So verschiebt sich der Fokus: weg von der Frage, was Einzelne können sollten, hin zu der Frage, wie Organisationen und Öffentlichkeit insgesamt resilienter werden. Ein zentraler Teil unserer Arbeit besteht darin, Abhängigkeiten von Big-Tech-Strukturen zu verringern und die öffentliche Auseinandersetzung über neue Technologien breiter zugänglich zu machen.
Gleichzeitig denkt das Institut über den Journalismus hinaus. Denn die Krise der Öffentlichkeit zwingt uns zum gesamtgesellschaftlichen Handeln: Vertrauen entsteht nicht nur in Redaktionen, sondern auch in Verwaltung, Bildungswesen und Zivilgesellschaft. Deshalb arbeiten wir an konkreten Dialogpunkten demokratischer Resilienz – etwa in Formaten, die Bürger:innen, Institutionen und Medien in direkten Austausch bringen und neue Formen öffentlicher Verständigung erproben.
Getragen wird diese Arbeit von einem gemeinnützigen, politisch unabhängigen Verein. Ein großer Teil des Engagements erfolgt ehrenamtlich, in Zusammenarbeit mit Partnern aus Medien, Stiftungen und Zivilgesellschaft. Unsere Leitprinzipien sind klar: Gemeinwohl, Kooperation, Transparenz und die Überzeugung, dass demokratische Öffentlichkeit partizipativ gestaltet werden muss.
Bei Interesse an unseren Akademien und Workshops sprechen Sie uns bitte an. Wir erstellen Ihnen gerne in enger Abstimmung zeitnah ein individuelles Angebot. Workshops mit konkreten Terminen können Sie auch direkt über unsere Website buchen.
Die VOCER Digital Leadership Academy ist Ausgangspunkt und Rahmen des VOCER-Akademieprogramms zur Förderung Digitaler Resilienz im Journalismus: (Selbst-) Führungskompetenzen sind wesentlicher Bestandteil individueller und institutioneller Strategien zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit in der digitalen Transformation. Mittels einer ganzheitlichen Betrachtungsweise helfen die Akademien unterschiedlichen Zielgruppen, inmitten struktureller Herausforderungen und insbesondere Krisen mit den komplexen Prozessen des Medienwandels umzugehen. Das Ziel ist, Medienschaffende zu befähigen, einen souveränen Umgang mit den zum Teil tiefgreifenden Veränderungen durch die Digitalisierung zu finden.
Im Mittelpunkt unserer Workshops steht die Bereitschaft zur Veränderung – und die Frage, welche neuen Kompetenzen für die journalistische Arbeit nötig sind. Unterfüttert von dem Input unseres Trainer:innen-Teams, den Expert:innen und Coaches, entwickelt jede:r Teilnehmende im Anschluss sein persönliches digitales Resilienzprofil, um sich den Gesetzmäßigkeiten und Widrigkeiten in der digitalen Transformation zu stellen.
Die VOCER-Retreats stehen für konstruktiven kreativen Austausch. Wir bieten Redaktionen und Medienunternehmen mehrtägige Workshops für Mitarbeiter:innen in ländlichen, aber gut erreichbaren Regionen. An stimmungsvollen Rückzugsorten behandeln wir mit den Teilnehmer:innen mithilfe wissenschaftlich entwickelter und didaktisch erprobter Methoden aus Weiterbildung, Beratung und Coaching sowohl aktuelle Herausforderungen als auch grundlegende Fragestellungen. Teilnehmer:innen entdecken ungenutzte Potenziale in ihren Workflows und erhalten die Möglichkeit, ihre digitalen Kernkompetenzen zielgerichtet zu erweitern, innovative redaktionelle Konzeptideen zu entwickeln und den Zusammenhalt im Team zu optimieren.
Journalist:innen mit Trainings unterstützt
journalistische Start-ups begleitet
Workshops und Akademien