Dorf Dialog Dinner

Donnerstag, den 2. Juli 2026: Mustin

Grün ist die Hoffnung? Wie Dörfer krisenfester werden

Impuls und Gespräch mit Dirk Scheelje
Moderation: Dr. Stephan Weichert

Geschlossene Läden, fehlender ÖPNV, Nachwuchsprobleme im Verein oder die Frage, wer eigentlich noch mitmacht: Dörfer gelten oft als Orte des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Doch vielerorts wird es schwieriger, Menschen für Vereine, Initiativen oder das Gemeinwesen zu gewinnen. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an Gemeinden: Sie sollen lebendig bleiben, Integration ermöglichen, Klimafolgen bewältigen und die Demokratie stärken. Wie kann das gelingen?

Beim Dorf Dialog Dinner am Donnerstag, dem 2. Juli, ist Dirk Scheelje, geschäftsführender Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, zu Gast. Gemeinsam sprechen wir über die Frage, wie Dörfer und Gemeinden widerstandsfähiger werden können – nicht nur gegen Krisen, sondern auch gegen schleichende Herausforderungen wie Überalterung, fehlendes Engagement oder den Verlust gemeinsamer Treffpunkte.

Dabei geht es um die Bedeutung des Ehrenamts, neue Formen der Bürgerbeteiligung, soziale Innovationen und die Frage, wie lokaler Zusammenhalt auch unter veränderten Bedingungen erhalten werden kann. Im Mittelpunkt steht die Idee, Lebensräume gemeinsam und konkret zu gestalten: Orte, an denen Verantwortung übernommen, Gemeinschaft erlebt und Demokratie im Alltag praktiziert wird.

Dirk Scheelje bringt langjährige Erfahrung aus politischer Bildung, Landesverwaltung und zivilgesellschaftlicher Transformationsarbeit mit. Er war viele Jahre in der schleswig-holsteinischen Landesverwaltung tätig, 16 Jahre Ratsmitglied in Kiel und befasst sich heute bei der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein mit Fragen von Demokratie, Nachhaltigkeit, lokaler Entwicklung und gesellschaftlichem Wandel. Auch in Debatten um gemeinschaftliche kommunale Daseinsvorsorge, lokale Ökonomie und den „Landvorteil“ setzt er sich mit der Frage auseinander, wie engagierte Gruppen vor Ort neue Formen des Zusammenhalts und der Verantwortung entwickeln können.

Beim DDD wollen wir diese Fragen nicht abstrakt verhandeln, sondern mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch bringen: Welche Ideen tragen wirklich? Wie viel Ehrenamt ist realistisch? Wie müssen Beteiligungsprozesse gestaltet werden, damit Menschen dauerhaft mitmachen? Und was hilft Dörfern, in unsicheren Zeiten handlungsfähig und demokratisch lebendig zu bleiben?

Das „Dorf Dialog Dinner“ ist ein Beteiligungsformat des VOCER-Instituts für Digitale Resilienz. Unter dem Leitmotiv „Demokratie braucht Begegnung“ kommen Menschen aus der Region an einen Tisch, um miteinander ins Gespräch zu kommen – bei gegrillten Spezialitäten, kühlen Getränken und in offener Atmosphäre. Moderiert wird der Abend von dem Medienwissenschaftler und Projektleiter Dr. Stephan Weichert.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten aus der Region, die sich für die Zukunft ihrer Gemeinde und des ländlichen Raums engagieren oder interessieren.

Donnerstag

2. Juli 2026

18 bis ca. 20:30 Uhr

Ehem. DIALODGE/ Auszeit
Dorfstraße 57
23911 Mustin

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos, einschließlich Essen und Getränken. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden bis zum 28.06.2025 bei Heiko Klotz erbeten.

  • 0157-39696508
  • dorfdialogdinner@digitale-resilienz.org

Das VOCER-Institut für Digitale Resilienz erprobt gemeinsam mit Code for Hamburg im Rahmen seiner Demokratie- und Dialoginitiative für ländliche Regionen neue Wege der Bürgerbeteiligung. Mit dem Format „Dorf Dialog Dinner“ kommen Menschen in wechselnden Gemeinden in Schleswig-Holstein zusammen, um beim gemeinsamen Kochen und Abendessen offen über gesellschaftliche Fragen und unterschiedliche Perspektiven zu sprechen..