VOCER Akademie für Digitale Resilienz

Mehr Widerstandskraft für Journalist:innen

In der neuen VOCER Akademie für Digitale Resilienz stärken Journalist:innen ihre eigenen Potenziale, um sich von festgefahrenen Strukturen zu lösen und dem digitalen Wandel mit neuen Lösungen zu begegnen. Im Mittelpunkt steht die Bereitschaft zur Veränderung – und die Frage, welche neuen Kompetenzen für die journalistische Arbeit nötig sind. Das Bildungsprogramm mit profilierten Dozent:innen startet im November und läuft über mehrere Module bis Februar 2022. 

Der digitale Umbruch stellt den Journalismus und die Medienbranche vor gewaltige Veränderungen – sowohl wirtschaftlich wie ganz grundsätzlich im beruflichen Selbstverständnis. Eine Bereitschaft, sich den neuen digitalen Umgebungen anzupassen, ist zwar vorhanden. Aber oft mangelt es an Ressourcen und Freiräumen für Experimente. Oder auch am nötigen Mut, Vertrautes und Gewohntes zu verändern. Und an Möglichkeiten, die individuelle Achtsamkeit dabei im Blick zu halten.

Und nicht zuletzt das Coronavirus hat die Digitalisierung weiter vorangetrieben, die Herausforderungen unseres Berufslebens durch angepasste Arbeitsmodelle und die Vermischung von Privatem und Job noch einmal verschärft. In diesen Zeiten ist es daher unerlässlich, an Digitaler Resilienz zu arbeiten, also der Verbindung von Widerstandsfähigkeit und Digitalisierung im beruflichen und sozialen Umfeld.

Die im November 2021 startende VOCER Akademie für Digitale Resilienz bietet genau das. Das Programm befähigt Journalist:innen dazu, einen routinierten und resilienteren Umgang mit Krisensituationen zu erarbeiten. Durch eine Förderung der Landesanstalt für Medien NRW richtet es sich insbesondere an Journalist:innen aus Nordrhein-Westfalen, aber auch darüber hinaus.

Ziel: Widerstandsfähigkeit trainieren, Potenziale stärken und Neuorientierung zulassen

Die VOCER Akademie für Digitale Resilienz folgt einem innovativen Ansatz: Journalist:innen sollen aus ihren festgefahrenen Routinen ausbrechen und lernen, sich in der wandelnden Medienlandschaft zu positionieren – insbesondere im Austausch mit Arbeit- oder Auftraggeber:innen. Es geht um die Stärkung bestehender Qualifikationen, aber auch um das Gespür für die eigene Neuorientierung in der Medien- und Digitalbranche. Bedeutsam ist dabei das Erkennen der eigenen Potenziale, sich in Bezug auf das journalistische Innovationsgeschehen verändern zu können und zu wollen. Außerdem bietet die Workshop-Reihe den maximal zwölf Teilnehmer:innen ein vertrauliches Forum, um sich untereinander auszutauschen und berufliche Netzwerke zu bilden, die sie in ihrem kreativen Schaffen resilienter machen sollen.

Die Trainer:innen und Gäste sind profilierte Digitalstrateg:innen, Persönlichkeits-Coaches und Social-Entrepreneur:innen. Sie kombinieren journalistische Arbeitsweisen mit achtsamen und nachhaltigen Handlungsprinzipien und arbeiten so in drei Workshop-Modulen darauf hin, dass die teilnehmenden Journalist:innen ihre eigene Digitale Resilienz entwickeln können – für sich selbst, aber auch als Auftragnehmer:innen in Zusammenarbeit mit Redaktionen und Organisationen. Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich dafür während des Programms aktiv mit ihren eigenen Herausforderungen. Unterfüttert vom Input der Akademie entwickeln sie im Anschluss ihr persönliches digitales Resilienzprofil, um sich den Gesetzmäßigkeiten und Widrigkeiten in der digitalen Transformation zu stellen.

Curriculum

Die VOCER Akademie für Digitale Resilienz startet im November 2021 mit einem Kick-off und läuft über drei monatliche Module bis Februar 2022. Die einzelnen Module sind als Online-Workshops konzipiert und erstrecken sich über jeweils zwei Tage. Alle Module bauen aufeinander auf.

Kick-Off
Kennenlernen und Erwartungen
(26. November 2021 – 14-16 Uhr)

Der Kick-off bietet ein digitales Onboarding zu den geplanten Lernreisen und den Coaching-Schwerpunkten. Die Teilnehmer:innen lernen sich gegenseitig kennen und tauschen sich über ihren aktuellen Erwartungs- und Erfahrungshorizont aus.

Modul #1
Digitale Resilienz und Digitaler Journalismus
(10./11. Dezember 2021)

Veränderungsbereitschaft, emotionale Agilität und professionelle Stabilität: Umbrüche und Krisen beruflich sicher und kreativ zu meistern, ist das Lernziel des ersten Moduls. Denn Digitale Resilienz ist im Journalismus eine zentrale Schlüsselkompetenz geworden, mit deren Hilfe sich die eigene Widerstandskraft erkennen und trainieren lässt.

Modul #2
Digitale Workflows und Digitale Kommunikation
(21./22. Januar 2022)

Authentische Publikumsbeziehungen, digitale Kommunikationsstrategie und versierte Selbstführung: Wie Journalist:innen über ihre Berichterstattung und Produkte den Dialog mit den Nutzer:innen auf der einen Seite und mit den Arbeit- und Auftraggeber:innen auf der anderen Seite konstruktiv gestalten, steht im Mittelpunkt des zweiten Moduls.

Modul #3
Digitale Innovations- und Zukunftskompetenzen
(18./19. Februar 2022)

Im dritten Modul wenden wir den Blick nach vorne und befassen uns mit der gesellschaftlichen Verantwortung von Journalismus in einer Phase des radikalen Umbruchs durch die Digitalisierung. Im Fokus steht die Frage, wie sich Journalist:innen an neuen Modellen für einen nachhaltigen digitalen Wandel beteiligen können.

Teilnahme

  • Zielgruppe: Journalist:innen
  • Format: Online
  • Zeitraum: November 2021 bis Februar 2022
  • Teilnahmekapazität: auf 12 Plätze limitiert
  • Registrierschluss: 30. September 2021 – die Plätze sind vergeben.
  • Reguläre Teilnahmegebühr: 1800 Euro
  • Reduzierte Teilnahmegebühr für Journalist:innen aus Nordrhein-Westfalen: Durch die Förderung der Landesanstalt für Medien NRW reduziert sich für Journalist:innen aus Nordrhein-Westfalen die Teilnahmegebühr um 80 Prozent auf nur 360 Euro.
  • Freiberuflich tätige Journalist:innen bzw. Solo-Selbstständige aus Nordrhein-Westfalen können einen Antrag für eine weitere Reduktion der Teilnahmegebühren auf 100 Euro stellen.

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